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Dein Foto-Ordner ist ein Chaos aus IMG_4832, IMG_4833 und IMG_4834, und du findest nie das richtige Bild. Claude Cowork schaut sich jedes Bild wirklich an, versteht, was drauf ist, benennt es nach dem Inhalt um, hängt Monat und Jahr dran und sortiert alles in saubere Unterordner. In diesem Guide gehe ich den genauen Weg mit dir durch, mit dem fertigen Prompt zum Kopieren, plus ein paar Tipps, die im Video nicht vorkamen.
Was Cowork hier besonders macht#
Das Praktische ist die Kombination aus zwei Dingen, die sonst kein Tool zusammenbringt. Cowork versteht den Inhalt deiner Bilder und es hat gleichzeitig Zugriff auf dein Dateisystem. Ein normales KI-Tool kann zwar erkennen, was auf einem Foto ist, aber es kann die Datei nicht umbenennen. Ein Aufräum-Skript kann Dateien verschieben, aber es weiß nicht, dass auf dem Bild ein Sonnenuntergang in Kreta ist. Cowork kann beides, und genau daraus kommt der Effekt.
Was du brauchst#
- Claude Cowork in der Desktop-App. Das ist die Variante, die direkt auf deinem Rechner arbeiten darf.
- Den Foto-Ordner, der aufgeräumt werden soll.
- Ein paar Minuten Zeit. Bei ein paar hundert Bildern läuft das in unter zwei Minuten, bei sehr großen Ordnern dauert es entsprechend länger.
So geht's, Schritt für Schritt#
Schritt 1 · Cowork öffnen#
Starte Claude Cowork in der Desktop-App. Nur diese Variante darf deine Dateien wirklich anfassen, der normale Chat im Browser kann das nicht.
Schritt 2 · Foto-Ordner freigeben#
Wähl deinen Foto-Ordner aus und gib Cowork einmal die Berechtigung für genau diesen Pfad. Ab jetzt darf Claude in diesem Ordner lesen und arbeiten, und nur in diesem.
Schritt 3 · Den Prompt schicken#
Das hier kannst du direkt übernehmen:
Benenne alle Bilder in diesem Ordner nach ihrem Inhalt um,
inklusive Monat und Jahr, und sortier sie in passende
Unterordner. Zeig mir vorher kurz deinen Plan, bevor du
etwas umbenennst oder verschiebst.
Den letzten Satz hat das Video nicht gesagt, er ist aber Gold wert, weil du so erst den Plan siehst und dann freigibst.
Schritt 4 · Claude schaut sich jedes Bild an#
Claude geht Bild für Bild durch, erkennt den Inhalt und vergibt sprechende Namen. Aus IMG_4832.jpg wird zum Beispiel:
Strand-Sonnenuntergang-Kreta-Juli-2024.jpgBeleg-Restaurant-Berlin-März-2025.pdfScreenshot-Rechnung-Oktober-2023.png
Alles landet automatisch in passenden Unterordnern, etwa Urlaub, Belege oder Screenshots.
Schritt 5 · Plan prüfen und freigeben#
Cowork zeigt dir bei größeren Aktionen von sich aus erst seinen Plan, also was wohin wandert und wie umbenannt wird. Schau einmal drüber und gib grünes Licht. Danach arbeitet Claude den Ordner durch und du findest jedes Bild sofort wieder. Und falls doch mal nicht, fragst du einfach Claude.
Tipps und Tricks über das Video hinaus#
- Erst den Plan zeigen lassen. Der Zusatz im Prompt sorgt dafür, dass nichts ungefragt verschoben wird. Gerade bei wichtigen Originalen willst du das.
- Vorher ein Backup machen. Bei echten Erinnerungsfotos lohnt sich vorher eine Kopie oder ein Time-Machine-Stand. Selbst mit Plan-Vorschau bist du so auf der sicheren Seite.
- An einem kleinen Ordner testen. Lass Cowork erst einen Test-Unterordner mit dreißig Bildern machen. Wenn das Namensschema passt, gibst du den großen Ordner frei.
- Eigenes Namensschema vorgeben. Du kannst Claude genau sagen, wie die Namen aussehen sollen, zum Beispiel Jahr zuerst, dann Monat, dann Motiv. So passt es zu deinem System.
- Dubletten gleich mit aufräumen. Häng an den Prompt an, dass Claude doppelte Bilder finden und in einen eigenen Ordner zum Durchsehen legen soll. Cowork erkennt Dubletten auch über unterschiedliche Dateinamen hinweg.
- Geht nicht nur mit Fotos. Derselbe Weg funktioniert mit deinem Downloads-Ordner oder sogar einer ganzen externen Festplatte. Externe Platten liegen auf dem Mac unter
/Volumes/[Name].
Häufige Fehler#
- Den normalen Chat statt Cowork nutzen. Nur Cowork in der Desktop-App darf Dateien anfassen. Im Browser-Chat passiert nichts.
- Den ganzen Ordner ohne Plan freigeben. Ohne den Hinweis, erst den Plan zu zeigen, legt Claude bei manchen Aufgaben direkt los. Mit dem Zusatz behältst du die Kontrolle.
- Riesige Ordner auf einmal. Bei tausenden Bildern lieber in Etappen arbeiten, das bleibt übersichtlich und du siehst zwischendurch, ob das Schema passt.
Warum sich das lohnt#
Hunderte Fotos von Hand umbenennen macht niemand, das ist die klassische Aufgabe, die man ewig vor sich herschiebt. Du gibst Claude einmal die Regel vor, und es wendet sie auf jedes einzelne Bild an, ohne dass du klicken musst. Aus einem Ordner, in dem du nie etwas findest, wird eine saubere Struktur, in der jeder Name dir sagt, was drin ist.